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Los 22

Miwa Ogasawara

* 1973 in Kyoto/Japan
lebt und arbeitet in Hamburg

KOSMOS, 2010

Öl auf Leinwand
180 × 230 cm
Signiert auf der Rückseite

Galeriepreis: € 21.400,- inkl. MwSt.

Eingeliefert von Privatsammlung, Hamburg, mit Dank an Miwa Ogasawara und Loock Galerie, Berlin

© Miwa Ogasawara
Foto: Miwa Ogasawara

Die Phänomene Licht, Schatten und Dunkelheit nehmen besonderen Raum im Werk Miwa Ogasawaras ein. Mit einer reduzierten Farbpalette aus feinen Schwarz-Weiß-Abstufungen und sanften Blau- und Grüntönen schafft sie atmosphärische Bildräume und einzigartige Lichtstimmungen. Ihre oft figurativ- gegenständlichen Bildinhalte wie Porträts, Interieurs und Landschaften führt Ogasawara in „Kosmos“ bis an die Schwelle der Abstraktion. Zahlreiche kreisförmige Elemente schweben wie diffuse Lichtreflexe vor dunklem Grund, ein vermeintliches Sujet verwischt vor dem Auge des Betrachters. Stattdessen wird das Licht zum Bedeutungsträger und öffnet, unterstützt durch das große Format, den Bildraum für die Imagination des Betrachters. Reflektion kann hier also nicht nur als visuelles Phänomen wahrgenommen werden, sondern auch als Impuls für eine innere Spiegelung, Erinnerungen oder Gedankenspiele. Zur gleichen Zeit verstärken die Reduktion des Abgebildeten sowie das monumentale Format die Betonung der Malerei selbst als Medium. Ogasawara schloss ihr Studium der Bildenden Künste an der Hochschule für Bildende Kunst Hamburg ab. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Japan, Deutschland, Frankreich, Österreich und den USA gezeigt. Sie erhielt Stipendien von der japanischen Agentur für Kulturangelegenheiten (Programm für Auslandsstudien), der Konrad- Adenauer-Stiftung (Else-Heiliger-Fonds) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst. Ihre Arbeiten befinden sich in der Sammlung des Centre Georges Pompidou, Paris; der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland; der Sammlung Junge Kunst im Bundesministerium für Umwelt; der Guttman Collection, New York; der Burger Collection, Hongkong, sowie den Sammlungen der 1223 Gendaikaiga, Tokio, und des Arario Museums, Seoul.