KÖNNT IHR NOCH? – KUNST UND DEMOKRATIE

Laufzeit: 18. Mai - 18. Oktober 2026

Auch im Sommer 2026 wird die Ausstellung „Könnt ihr noch? - Kunst und Demokratie" im Neuen Schloss Herrenchiemsee zu sehen sein. Der Titel der Ausstellung zitiert die Tech-Rap-Formation Deichkind und fordert uns dazu auf, die Werte der Demokratie auch in Zeiten wachsender, gesellschaftlicher Spannungen zu stärken.

Unter diesem Vorzeichen werden in den historischen Rohbauräumen von Schloss Herrenchiemsee über 50 Hauptwerke der Sammlung Moderne Kunst präsentiert. Zehn Kapitel werfen Schlaglichter auf die Bedeutung kreativer Selbstentfaltung, auf die Grundwerte unserer Verfassung und die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe. Werke von Künstler:innen wie Pablo Picasso, Max Beckmann, Rosemarie Trockel, Joseph Beuys, Maria Lassnig oder Gerhard Richter spannen einen Bogen von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart und treten in einen eindrucksvollen Dialog mit der außergewöhnlichen Architektur des Schlosses, das 2025 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Die Ausstellung nimmt Bezug auf den Verfassungskonvent, der 1948 auf Herrenchiemsee die Grundlage für die deutsche Verfassung schuf.

Im eindrucksvollen Treppenhaus wird eine Neupräsentation der Künstlerin Paloma Varga Weisz gezeigt. Sie zählt zu den führenden Bildhauerinnen der Gegenwart und verbindet in ihren poetischen Arbeiten existenzielle Fragen mit einem sensiblen Umgang mit Materialität und surrealen Elementen.

Kuratiert von Verena Hein, Anja Heitzer und Oliver Kase.

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KÖNNT IHR NOCH? – KUNST UND DEMOKRATIE

CARRYING

Laufzeit: 14. Mai 2026 - 8. November 2026

Bereits im Titel verweist „Carrying“ darauf, wie Orte bestimmte Geschichten mittragen. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt aktiviert verschiedene Räume inner- und außerhalb des Museums Brandhorst. Internationale Künstler:innen, darunter Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce, besetzen historisch aufgeladene Orte – wie Cy Twomblys „Lepanto“-Saal oder das sogenannte Türkentor. Architektonische Interventionen, Performances, Malereien sowie Sound- und Filmarbeiten treten in Dialog mit dem Museum und befragen die Verschränkung von militärischer und kultureller Macht.

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CARRYING

REI NAITO. COLOUR BEGINNING

Laufzeit: 06. Mai - 30. August 2026

Die japanische Künstlerin Rei Naito (*1961, Hiroshima) setzt sich in ihrer vielgestaltigen Werkgruppe Colour Beginning seit Jahren immer wieder mit dem Phänomen Farbe und seiner sinnlichen Wahrnehmung auseinander. Teil ihrer künstlerischen Annäherung ist, dass die Farbe in ihren minimalistischen Arbeiten auf den ersten Blick wenig präsent ist und sich erst bei näherer Betrachtung vor dem menschlichen Auge entfaltet. Bereits 2023 hat sie sich in breath, ihrer ersten Ausstellung in der Staatlichen Graphischen Sammlung München, dieser komplexen Fragestellung gewidmet und farblich sich aufeinander beziehende Aquarelle paarweise in einen Dialog gesetzt.

Mit ihrer aktuellen raumgreifenden Installation für die Rotunde der Pinakothek der Moderne intensiviert Rei Naito ihre Beschäftigung mit dem künstlerischen Material Farbe und seiner Wirkung auf den Betrachter. Scheinbar spielerisch gelingt es ihr mit der für ihr Werk charakteristischen Präzision, zierliche, kugelrunde Farbkörper aus Wolle in der unfassbaren Weite der Rotunde in eine schwerelose, immaterielle Existenz zu überführen und Farbe an sich ohne einen belastenden ikonographischen Kontext erfahrbar zu machen.

Dem beeindruckenden Erlebnis in der Rotunde ist ein Jahr der Detailplanung mit umfangreichen Farbrecherchen und zwei Hängeproben vor Ort vorausgegangen. Rei Naito hat dafür eine ausgefeilte Choreographie der einzelnen Farben sowie eine Hängeordnung für die rund 60 kleinformatigen, von ihr gefertigten Farbkörper entwickelt. Damit lädt sie uns dazu ein, ihre raumgreifende und zugleich flüchtige Farbsymphonie auf uns wirken und unsere Gedanken schweifen zu lassen.

Rei Naito glückt mit ihrem Rotundenprojekt Colour Beginning das Unvorstellbare. Sie löst bildlich gesprochen die Farbe von der Leinwand ab und malt mit ihren schwebenden Farbtupfern in den lichtdurchfluteten Raum hinein. Wir bekommen für wenige Wochen die Gelegenheit, in dem scheinbar schwerelosen Farbraum eine transzendente Erfahrung zu machen, an deren Anfang die Farbe steht.

Die flachen Sitzhocker an den Säulen, die Rei Naito eigens für den Ort entworfen hat, laden dazu ein, sich niederzusetzen und sich die Zeit zu geben, in das Farbenspiel einzutauchen.

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CONVIVIUM: NAHRUNGSSYSTEME AM LIMIT

Laufzeit: 22. April - 4. Oktober 2026

Die Ausstellung „CONVIVIUM: Nahrungssysteme am Limit“ widmet sich einem der drängendsten Themen unserer Zeit: der Zukunft unserer Ernährungssysteme. Im Spannungsfeld von Landwirtschaft, Urbanisierung, Ressourcenknappheit und technologischer Abhängigkeit beleuchtet die Ausstellung, wie Nahrung heute produziert, verteilt und konsumiert wird – und welche Herausforderungen uns bevorstehen.

Unsere Nahrungssysteme stehen weltweit unter massivem Druck. Die vorhandene Bodenfläche zur landwirtschaftlichen Nutzung schrumpft. Fruchtbare Erde ist ein nicht erneuerbares Gut – einmal zerstört, benötigt sie bis zu 100 Jahre, um sich zu regenerieren. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Bauland, was den Druck auf Agrarflächen zusätzlich verschärft.

Die Ausstellung wird begleitet von einer umfassenden Publikation, die zentrale Themen der Ausstellung durch Essays und Bildbeiträge vertieft.

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REFLEXION. Licht Spiegel Transparenz

Laufzeit: 13. Februar - 31. Mai 2026

Anlässlich 100 Jahre Die Neue Sammlung – The Design Museum präsentieren die vier Museen der Pinakothek der Moderne in München eine außergewöhnliche gemeinsame Ausstellung mit dem Titel „Reflexion“. Diese interdisziplinäre Schau beleuchtet das Zusammenspiel von Spiegel, Licht und Transparenz in Kunst, Architektur und Design – von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.

„Reflexion“ ist mehrdeutig konzipiert: Reflexion im wörtlichen Sinn – das Spiegeln von Licht und Bild – sowie im übertragenen Sinn – als Selbstwahrnehmung, Erkenntnis, Selbsterforschung und kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich und der Gesellschaft. Die Exponate laden dazu ein, über das Verhältnis von Mensch und Umwelt, von Ideal und Realität sowie über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit nachzudenken.

Spiegelnde Oberflächen, lichtdurchlässige Materialien und transparente Strukturen werden in der Ausstellung als ästhetische und konzeptuelle Werkzeuge verstanden. Sie erzeugen nicht nur neue räumliche Wahrnehmungen, sondern thematisieren auch Fragen von Identität, Wahrheit, Illusion und Öffentlichkeit.

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CONFRONTATIONS. Gegenüberstellungen aus der Sammlung

Laufzeit: 23. Oktober 2025 - 27. September 2026

„Confrontations. Gegenüberstellungen aus der Sammlung“ bringt Werkpaare aus der Sammlung Brandhorst zusammen, die keine kunsthistorische oder formale Beziehung zueinander haben. Gerade in ihrer Gegensätzlichkeit entfalten diese Paarungen eine besondere Spannung: Sie eröffnen neue Gedankenräume, sprechen unsere Intuition an und wecken Emotionen. Mal berührend, mal subtil, mal komisch und immer mehrdeutig, entsteht ein Gespräch zwischen und über Kunst. Die Ausstellung lädt dazu ein, Konfrontation als produktiv zu begreifen, neue Verbindungen zu entdecken, gewohnte Lesarten zu hinterfragen und persönliche Erfahrungen mit übergreifenden Fragen der Gegenwart zu verknüpfen.

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CONFRONTATIONS. Gegenüberstellungen aus der Sammlung

LONG STORY SHORT. Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart

Laufzeit: 23. Oktober 2025 - 31. Januar 2027

„Long Story Short“ erzählt eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst. Jeder Raum ist eine eigene Ausstellung für sich: Von der Arte Povera bis zu monographischen Präsentationen, von formalästhetischen Diskursen bis zu gesellschaftspolitischen Themen. Noch nie gezeigte Werke und Neuerwerbungen treten dabei mit Ikonen des Museums in Dialog und ermöglichen neue Perspektiven auf die mittlerweile über 2000 Werke umfassende Sammlung.

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LONG STORY SHORT. Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart

ROBOTIC WORLDS

Laufzeit: 28. November 2025 - November 2027

Die Neue Sammlung verfügt über wichtige Roboter, die als Pioniere für die Einführung der Robotik in Haushalten, aber auch im medizinischen Bereich gelten. Technik und Design verbinden sich hier auf symbiotische Weise. Auch Gaming- und Spiele-Roboter sind im Bestand unseres Hauses. Sie werden ergänzt von einer großen Sammlung mit rund 400 Spielzeugrobotern aus den 1970er bis 1990er Jahren.

 

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100 JAHRE - 100 OBJEKTE. ZUM 100 JÄHRIGEN BESTEHEN DER NEUEN SAMMLUNG

Laufzeit: 22. Mai 2025 - Mai 2027

Anlässlich Ihres 100-jährigen Jubiläums plant Die Neue Sammlung eine Ausstellung von 100 Objekten. Die 100 Objekte spiegeln den Reichtum und die Vielfalt der Neuen Sammlung. Diese Auswahl zeigt neben ikonischen Werken vieles Herausragende, was bislang noch nie in der Pinakothek der Moderne gezeigt wurde. Die Ausstellung wird viele Schätze heben. Eine Besonderheit wird die Präsentation, die nicht nach den Jahren der Entwürfe, sondern nach den Jahren der Erwerbung geordnet wird. Eine Sortierung nach Jahren der Erwerbung ermöglicht einen neuen Blick auf die Sammlungsgeschichte des Hauses. Wann wurde etwas gesammelt? Folgen die Erwerbungen neuen Erkenntnissen oder Moden? Wie haben sich die Sammlungsgebiete über die Jahre entwickelt?

 

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100 JAHRE - 100 OBJEKTE. ZUM 100 JÄHRIGEN BESTEHEN DER NEUEN SAMMLUNG Ausstellungsansicht “100 Jahre – 100 Objekte”, Die Neue Sammlung – The Design Museum, 2025; Foto: Die Neue Sammlung, Gerhardt Kellermann.

KITCHEN CULTURE

Die Neue Sammlung

Fast 100 Jahre sind vergangen, seit die erste Einbauküche entwickelt wurde, bis hin zu den individuell konfigurierten Küchen von heute. Diese Zeitspanne war geprägt von Designern und Designerinnen, die immer wieder neue Lösungen entwickelten und damit auf gesellschaftliche Veränderungen und den Wandel unseres Alltagslebens reagierten.

Die Vielfalt reicht von der einfachen Kochzelle bis hin zur Küche als kommunikativem Zentrum des Wohnbereichs. Die Neue Sammlung präsentiert designhistorische Meilensteine der Küchengeschichte aus ihrem umfangreichen Bestand. Den Anfang macht die Frankfurter Küche von Grete Schütte-Lihotzky, gefolgt von Entwicklungen am Bauhaus und in der Nachkriegszeit, darunter Le Corbusiers Küche für die Unité d'Habitation in Marseille und Arne Jacobsens Interbauküche in Berlin.

Neue Ansätze repräsentieren Stefan Wewerkas Küchenbaum und die Werkbank von Herbert H. Schultes, die mit der Küche von J-Gast bis in die Gegenwart reichen. Diese Exponate zeigen die Vielfalt heutiger Anforderungen, neuer Ideen und gestalterischer Vorstellungen.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums setzt Die Neue Sammlung in ihren Räumen neue thematische Schwerpunkte.

ab 7.11.2024

WEITERE INFORMATIONEN

KITCHEN CULTURE Foto: Neues Museum, Annette Kradisch

MIX & MATCH. Die Sammlung neu entdecken

Laufzeit: 15. September 2022 - 31. August 2026

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Pinakothek der Moderne konzipieren die Kurator:innen der Sammlung Moderne Kunst gemeinsam die Neuhängung der Sammlung unter dem Titel MIX & MATCH. Diese von Neugierde und Experimentierfreude geprägte Präsentation löst sich von der historischen Abfolge von Stilen und lädt in epochen- und medienübergreifenden Themenräumen und unkonventionellen Gegenüberstellungen zur Neuentdeckung der Sammlung ein. Ausgehend von Schlüsselwerken aus den Bereichen Gemälde, Skulptur, Fotografie, Videokunst, Installation und Grafik werden für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts relevante Themen wie Gemeinschaft, Migration, Arbeit, Umwelt oder Gewalt und Konflikt beleuchtet. In 25 Räumen auf über 3.500 Quadratmetern sind etwa 300 Werke und serielle Arbeiten aus 120 Jahren Kunstgeschichte zu sehen. Mit Werken von u.a. Etel Adnan, Max Beckmann, Aenne Biermann, David Claerbout, Peter Doig, Katharina Grosse, On Kawara, Ernst Ludwig Kirchner, Maria Lassnig, Albert Renger-Patzsch und Jeff Wall.

Aufgrund des Umfangs der Umbaumaßnahmen auf 3.600 qm Ausstellungsfläche werden die Themenräume schrittweise geöffnet. Ein erster Abschnitt kann ab Ende März besichtigt werden. Die Öffnung aller 25 Räume feiern wir im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der Pinakothek der Moderne am Abend des 14. September 2022. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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MIX & MATCH. Die Sammlung neu entdecken August Macke, Mädchen unter Bäumen, 1914, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Sammlung Moderne Kunst; Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen.