PIN.-Benefizauktion 2020 bricht alle Rekorde: Knapp 3 Millionen für die Museen, KünstlerInnen und Galerien
 

Mit einem komplett digitalen Konzept erzielte die PIN. Benefizauktion trotz Kontaktbeschränkungen und Teil-Lockdown ein großartiges Ergebnis. „Die Unterstützung im Netz hat unsere Erwartungen weit übertroffen,“ freut sich die Vorstandsvorsitzende Dorothée Wahl. „Wir danken den vielen Freunden von PIN. in der Region und weltweit, die uns in diesem Jahr zu einem Rekordergebnis verholfen haben. Mit dem digitalen Angebot haben wir jetzt international viele neue Freunde und Interessenten gefunden. Das bietet große Chancen und freut uns ganz besonders.“ Hierzu ergänzt Prof. Dr. Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen: „Es ist PIN. gelungen, aus den Zwängen der Corona-Pandemie und aus dem perfekten Netzwerk zu Künstlern, Galeristen, Sammlern und natürlich zu den Museen und deren Kuratorinnen und Kuratoren, Direktorinnen und Direktoren einen – nein, eigentlich viele Funken zu schlagen. Wir werden daraus auch für die Zukunft lernen.“ Als Netzpionier der ersten Stunde war Ketterer Kunst der ideale Partner für die Auktion. " Wir haben es geschafft die persönliche Atmosphäre dieser großartigen Veranstaltung auch über die diversen Livestreams in die Welt zu tragen." so Robert Ketterer, Auktionator und Inhaber von Ketterer Kunst. "Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und mit unserem digitalen Wissen und gut erprobten Onlinekonzept ein lokales Event kurzfristig zu einem globalen umfunktioniert. Online-Gebote im sechsstelligen Eurobereich zeigen einmal mehr, dass die Zukunft digital ist."

So konnte Deutschlands größte Benefizauktion mit insgesamt 92 Werken von oft musealer Qualität zugunsten der Pinakothek der Moderne, des Museums Brandhorst und den teilnehmenden Künstlerinnen einen Gesamterlös von fast 3 Millionen Euro erzielen - eine immense Steigerung gegenüber den Vorjahren. Bei der Live-Auktion am 21. November kamen 37 Werke unter den Hammer. Robert Ketterer, der zum ersten Mal für PIN. am Auktionspult stand, führte die Auktion mit großer Verve. Dorothée Wahl und Katharina von Perfall (Mitglieder des Vorstandes von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.) moderierten den Abend und brachten so die Spannung und Atmosphäre aus dem Saal in die Wohnzimmer der ZuschauerInnen. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, mitzubieten: Ob online, schriftlich oder per Telefon –eine Chance, die international genutzt wurde mit Bietern aus Washington, New York, Singapur und aus allen Teilen Europas.

Die Highlights der Zuschläge: Mit 300.000 Euro bekam das Werk „Anpassung“ von Neo Rauch den höchsten Zuschlag des Abends, dicht gefolgt von Georg Baselitz, dessen bildhafte Papierarbeit „Salzburger Grün“für 235.000 Euro einen neuen Besitzer fand. Mit einem Spitzenergebnis von 40.000 Euro erzielte die Fotoarbeit„Black Cowboy“von Julian Rosefeldt nahezu das Dreifache ihres Galeriepreises. Für mehr als das Doppelte des Galeriepreises ging das Gemälde „Crying III“ der jungen amerikanischen Künstlerin Grace Weaver an einen Bieter aus Asien. Insgesamt erzielte die Live-Auktion unter der Leitung von Robert Ketterer ein Rekordergebnis von etwa 2,2 Millionen Euro.

Parallel dazu lief die Online Only-Auktion mit 55 weiteren Werken bis Sonntag, 15 Uhr. Hier kamen noch einmal etwa 800.000 Euro zusammen. Nicola Samorís Gemälde„Ultima Scena“ wurde bei einem Schätzpreis von 16.000 Euro für spektakuläre 89.000 Euro zugeschlagen – ein beeindruckender Beweis für das enorme Potential des Online Only Auktionsformates. Auch andere Lose wie Jan Kucks Lichtobjekt „Who Cares?“ oder das kleine Gemälde „Time will tell” von Hadrien Dussoix, konnten ihre Schätzpreise fast verfünffachen. Ein Prägedruck von Günther Uecker erreichte phantastische 29.000 Euro. Ein kleines Multiple von Alex Katz und eine frühe Fotographie von Thomas Struth lagen mit je 28.000 Euro jeweils 10.000 Euro über ihrem Galeriepreis.